Josef Stalin: An alle Werktätigen, an alle Arbeiter und Soldaten Petrograds
"Stalin"
Werke
Band 3
= AN ALLE WERKTÄTIGEN, AN ALLE ARBEITER UND SOLDATEN PETROGRADS[32] =
Genossen!
Rußland macht schwere Prüfungen durch.
Noch immer dauert der Krieg an und rafft zahllose Opfer dahin. Die Räuber, die Bankhyänen, die sich an ihm bereichern, ziehen ihn absichtlich in die Länge.
Die durch den Krieg verursachte Zerrüttung der Industrie führt zu Betriebsstilllegungen und zur Arbeitslosigkeit. Sie wird von den nach märchenhaften Profiten lüsternen Kapitalisten, die die Arbeiter aussperren, mit Absicht verschärft.
Der durch den Krieg verursachte Lebensmittelmangel nimmt immer bedrohlichere Formen an. Die Teuerung würgt die besitzlose Stadtbevölkerung. Die Preise aber steigen weiter, wie es den marodierenden Spekulanten gefällt.
Über uns schwebt das Unheil verkündende Gespenst des Hungers und des Ruins...
Gleichzeitig ballen sich die schwarzen Wolken der Konterrevolution zusammen.
Die Duma des 3. Juni, die dem Zaren half, das Volk zu unterdrücken, verlangt jetzt die sofortige Offensive an der Front. Wozu? Um zu Nutz und Frommen der "alliierten" und russischen Räuber die errungene Freiheit in Blut zu ertränken.
Der Staatsrat, der dem Zaren Henker als Minister lieferte, knüpft im Stillen die Schlinge des Verrats. Wozu? Um sie zu Nutz und Frommen der "alliierten" und russischen Unterdrücker im geeigneten Moment dem Volke um den Hals zu werfen.
Und die Provisorische Regierung, mit ihren zehn Bourgeois-Mitgliedern, zwischen die zaristische Duma und den Deputiertensowjet gestellt, gerät unverkennbar unter den Einfluss der Gutsbesitzer und Kapitalisten.
Statt Sicherung der Rechte der Soldaten - die "Deklaration" Kerenskis, die diese Rechte verletzt.
Statt Verankerung der von den Soldaten in den Tagen der Revolution errungenen Freiheiten - neue "Befehle", in denen mit Zwangsarbeit und Auflösung der Regimenter gedroht wird.
Statt Sicherung der von den Bürgern Rußlands errungenen Freiheit - Einführung politischer Bespitzelung in den Kasernen, Verhaftungen ohne Gerichtsverfahren, neue Vorlagen zur Erweiterung des Verschickung zur Zwangsarbeit androhenden Artikels 129.
Statt Bewaffnung des Volkes - Androhung der Entwaffnung der Arbeiter und Soldaten.
Statt Befreiung der unterdrückten Völker - Schikanen gegen Finnland sowie die Ukraine und Angst, ihnen die Freiheit zu geben.
Statt entschlossenen Kampfes gegen die Konterrevolution - Begünstigung des zügellosen Treibens der Konterrevolutionäre, die offen zum Kampf gegen die Revolution rüsten ..
Unterdessen geht der Krieg immer weiter, und es werden keinerlei wirksame, ernste Maßnahmen getroffen, um ihn einzustellen und allen Völkern einen gerechten Frieden anzubieten.
Unterdessen greift die Zerrüttung immer weiter um sich, und es werden keinerlei Maßnahmen gegen sie getroffen.
Unterdessen rückt die Hungersnot immer näher, und es werden keinerlei wirksame Maßnahmen gegen sie getroffen.
Ist es da ein Wunder, dass die Konterrevolutionäre immer frecher werden und die Regierung zu neuen Repressalien gegen die Arbeiter und Bauern, gegen die Soldaten und Matrosen anstacheln?
Genossen! Man darf diese Zustände nicht länger stillschweigend dulden! Nach alledem zu schweigen wäre ein Verbrechen!
Ihr seid freie Bürger, ihr habt das Recht zu protestieren, und ihr müsst von diesem eurem Recht Gebrauch machen, ehe es zu spät ist.
Möge der morgige Tag (der 18. Juni), der Tag einer friedlichen Manifestation, zum Tag eines wuchtigen Protests des revolutionären Petrograds gegen die wiederauflebende Unterdrückung und Willkür weiden!
Mögen sich morgen die Siegesbanner entrollen zum Schrecken der Feinde der Freiheit und des Sozialismus!
Möge euer Ruf, der Ruf der Kämpfer der Revolution, über die ganze Welt erschallen, zur Freude aller Unterdrückten und Versklavten!
Dort im Westen, in den kriegführenden Ländern, dämmert bereits das Morgenrot eines neuen Lebens, das Morgenrot der großen Arbeiterrevolution. Mögen morgen eure Brüder im Westen erfahren, dass eure Kühnen ihnen nicht Krieg, sondern Frieden, nicht Knechtschaft, sondern Befreiung bringen!
Arbeiter! Soldaten! Reicht einander die Bruderhand und stellt euch unter das Banner des Sozialismus!
Alle auf die Straße, Genossen!
Schließt euch eng um eure Fahnen zusammen!
Marschiert in geschlossenen Reihen durch die Straßen der Hauptstadt!
Gebt ruhig und entschlossen euren Willen kund:
Nieder mit der Konterrevolution!
Nieder mit der zaristischen Duma!
Nieder mit dem Staatsrat!
Nieder mit den zehn kapitalistischen Ministern!
Alle Macht den Sowjets der Arbeiter-, Soldaten- und Bauerndeputierten!
Revision der "Deklaration der Rechte des Soldaten"!
Aufhebung der gegen die Soldaten und Matrosen gerichteten "Befehle"!
Nieder mit der Entwaffnung der revolutionären Arbeiter!
Es lebe die Volksmiliz!
Nieder mit der Anarchie in der Industrie und mit den Kapitalisten, die Aussperrungen verhängen!
Es lebe die Kontrolle und die Organisierung der Produktion und Verteilung!
Gegen die Offensivpolitik!
Es ist an der Zeit, mit dem Kriege Schluss zu machen! Der Deputiertensowjet soll gerechte Friedensbedingungen bekannt geben!
Weder Separatfrieden mit Wilhelm noch Geheimverträge mit den französischen und englischen Kapitalisten!
Brot! Frieden! Freiheit!
Das Zentralkomitee der SDAPR Das Petersburger Komitee der SDAPR Die Militärorganisation beim Zentralkomitee der SDAPR Der Zentralrat der Petrograder Betriebskomitees Die Fraktion der Bolschewiki im Petrograder Sowjet der Arbeiter- und Soldatendeputierten Die Redaktion der "Prawda" Die Redaktion der "Soldatskaja Prawda"
"Prawda" Nr. 84, 17. Juni 1917.
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"Stalin"
Werke
Band 3
= AN ALLE WERKTÄTIGEN, AN ALLE ARBEITER UND SOLDATEN PETROGRADS[45] =
Genossen!
Schwere Tage macht Rußland durch.
Der dreijährige Krieg, der unzählige Opfer forderte, hat das Land zur Erschöpfung gebracht.
Die Desorganisation des Verkehrs und die Zerrüttung des Ernährungswesens bedrohen die Massen mit Hungersnot.
Die Zerrüttung der Industrie und die Stilllegung der Betriebe erschüttern die Volkswirtschaft bis in die Grundfesten.
Der Krieg aber will kein Ende nehmen, er verschärft die allgemeine Krise und führt das Land dem völligen Ruin entgegen.
Die Provisorische Regierung, berufen, das Land "zu retten", hat sich unfähig gezeigt, ihre Aufgabe zu erfüllen. Mehr als das - sie hat noch größere Verwirrung geschaffen, indem sie eine Offensive an der Front begann und damit den Krieg, diese Hauptursache der allgemeinen Krise im Lande, noch verlängerte.
Die Folge davon ist ein Zustand völliger Labilität der Staatsmacht, die Krise und der Zerfall der Staatsmacht, worüber alle zetern, wogegen aber keinerlei ernste Maßnahmen ergriffen werden.
Der Austritt der Kadetten aus der Regierung hat ein übriges Mal aufgezeigt, was für ein künstliches Gebilde und wie lebensunfähig das Koalitionskabinett ist.
Der Rückzug unserer Truppen aber nach der bewussten Offensive an der Front hat die ganze Verderblichkeit der Offensivpolitik offenbart und die Krise somit bis zum äußersten verschärft, das Prestige der Regierung geschädigt und ihr sowohl bei der "eigenen" wie bei der "alliierten" Bourgeoisie den Kredit geraubt.
Es entstand eine kritische Lage.
Den "Rettern" der Revolution standen zwei Wege offen:
Entweder Fortsetzung des Krieges, Weiterführung der "Offensive" und damit die unvermeidliche Übergabe der Macht an die konterrevolutionäre Bourgeoisie, um vermittels einer Inlands- und Auslandsanleihe Geld aufzutreiben, da die Bourgeoisie sonst nicht in die Regierung eintreten, die Inlandsanleihe nicht zustande kommen würde, England und Amerika den Kredit verweigern würden; das Land "retten" heißt in diesem Falle die Kriegsausgaben zu Nutz und Frommen der russischen und "alliierten" Haie des Imperialismus auf Kosten der Arbeiter und Bauern decken.
Oder Übergang der Macht in die Hände der Arbeiter und der besitzlosen Bauern, Bekanntgabe demokratischer Friedensbedingungen und Beendigung des Krieges, um die Revolution weiter voranzutreiben, den Bauern den Boden zu übergeben, in der Industrie die Arbeiterkontrolle einzuführen und die zusammenbrechende Volkswirtschaft auf Kosten der Gewinne der Kapitalisten und Gutsbesitzer in Gang zu bringen.
Der erste Weg führt zur Stärkung der Macht der besitzenden Klassen über die Werktätigen und zur Verwandlung Rußlands in eine Kolonie Englands, Amerikas und Frankreichs.
Der zweite Weg eröffnet die Ära der Arbeiterrevolution in Europa, zerreißt das Netz finanzieller Bindungen, in das Rußland verstrickt ist, erschüttert die Herrschaft der Bourgeoisie bis in die Grundfesten und bahnt den Weg für die wirkliche Befreiung Rußlands.
Die Demonstration vom 3. und 4. Juli war ein Appell der Arbeiter- und Soldatenmassen an die sozialistischen Parteien, den zweiten Weg, den Weg der Weiterentwicklung der Revolution, zu beschreiten.
Hierin liegt ihr politischer Sinn und ihre gewaltige historische Bedeutung.
Allein die Provisorische Regierung und die Ministerparteien der Sozialrevolutionäre und Menschewiki, die ihre Kraft nicht aus den revolutionären Aktionen der Arbeiter und Bauern, sondern aus paktiererischen Kombinationen mit der kadettischen Bourgeoisie schöpfen, haben den ersten Weg, den Weg der Anpassung an die Konterrevolution, vorgezogen.
Statt den Demonstranten die Hand entgegenzustrecken, die Macht zu übernehmen und mit ihnen gemeinsam den Kampf gegen die "alliierte" und die "eigene" imperialistische Bourgeoisie zur tatsächlichen Rettung der Revolution aufzunehmen, haben sie mit der konterrevolutionären Bourgeoisie ein Bündnis geschlossen und ihre Waffen gegen die Demonstranten, gegen die Arbeiter und Soldaten gerichtet, indem sie Offizierschüler und Kosaken auf sie hetzten.
Dadurch haben sie die Revolution verraten und der Konterrevolution Tür und Tor geöffnet.
Und aus der untersten Tiefe des Lebens ist schwarzer Schlamm aufgestiegen und hat alles Ehrliche und Edle mit Schmutz bedeckt.
Haussuchungen und Demolierungen, Verhaftungen und Misshandlungen, Folterungen und Mordtaten, Zeitungs- und Organisationsverbote, Entwaffnung der Arbeiter und Auflösung von Regimentern, Auflösung des finnischen Landtags, Einschränkung der Freiheiten und Wiedereinführung der Todesstrafe, zügelloses Wüten der Pogromhelden und der Spitzel, Lügen und schmutzige Verleumdungen, all dies mit stillschweigender Zustimmung der Sozialrevolutionäre und der Menschewiki - das sind die ersten Schritte der Konterrevolution.
Die alliierten und russischen Imperialisten mitsamt der Kadettenpartei, die höheren Offiziere mitsamt den Offizierschülern, den Kosaken und den Spitzeln - das sind die Kräfte der Konterrevolution.
Nach dem Diktat dieser Gruppen werden die Mitgliederlisten der Provisorischen Regierung aufgestellt, wobei die Minister gleich Mario-netten auftauchen und wieder verschwinden.
Auf die Anweisung dieser Gruppen hin werden die Bolschewiki und Tschernow ausgeliefert, Regimenter und Schiffsmannschaften gesäubert, Erschießungen vorgenommen und Frontformationen aufgelöst, verwandelt sich die Provisorische Regierung in ein Spielzeug in den Händen Kerenskis, verwandelt sich das Zentralexekutivkomitee der Sowjets in ein einfaches Anhängsel dieses Spielzeugs, erfolgt der schändliche Verzicht der "revolutionären Demokratie" auf ihre Rechte, die schändliche Abkehr von ihren Pflichten, wird die unlängst abgeschaffte zaristische Duma wieder in ihre Rechte eingesetzt.
Das geht so weit, dass man in der "historischen Beratung"[46] im Winterpalast (am 21. Juli) in unzweideutiger Weise über eine weitere Zügelung der Revolution verhandelt (eine Verschwörung!), wobei man die Bolschewiki aus Furcht, sie könnten Enthüllungen machen, zu dieser Beratung nicht einlädt.
Und obendrein wird eine "Moskauer Beratung" in Aussicht gestellt, auf der man die mit Blut errungene Freiheit endgültig begraben will .. .
All dies geschieht unter Beteiligung der Menschewiki und der Sozialrevolutionäre, die eine Position nach der anderen feige preisgeben, sich selbst und ihre eigenen Organisationen demütig geißeln, die Errungenschaften der Revolution in verbrecherischer Weise mit Füßen treten...
Noch nie war die Haltung der "Vertreter" der Demokratie so unwürdig wie jetzt, in diesen historischen Tagen!
Noch nie waren sie so schmachvoll, so tief gesunken wie jetzt!
Kann man sich nach alledem noch wundern, dass die Konterrevolution dreist geworden ist und alles Ehrliche und Revolutionäre mit Schmutz bewirft?
Kann man sich hiernach wundern, dass wohlfeile Söldlinge und feige Verleumder sich erdreisten, die Führer unserer Partei offen "des Verrats zu beschuldigen", dass die Piraten der Feder in den bürgerlichen Zeitungen diese "Beschuldigung" unverfroren breittreten und dass die so genannte Staatsanwaltschaft mit frecher Stirn so genanntes Material "in Sachen gegen Lenin" veröffentlicht usw.?
Diese Herrschaften spekulieren allem Anschein nach darauf, unsere Reihen zu desorganisieren, Zweifel und Verwirrung unter uns zu säen, Misstrauen gegen unsere Führer zu entfachen.
Diese Elenden! Sie wissen nicht, dass die Namen unserer Führer dem Herzen der Arbeiterklasse noch nie so teuer und nah gewesen sind wie jetzt, wo das frech gewordene bürgerliche Pack sie mit Schmutz bewirft!
Diese käuflichen Seelen! Sie ahnen nicht, dass, je gröber die Verleumdungen der bürgerlichen Söldlinge sind, um so stärker die Liebe der Arbeiter zu den Führern, um so grenzenloser ihr Vertrauen zu ihnen ist; denn die Arbeiter wissen aus Erfahrung, dass, wenn die Feinde die Führer des Proletariats schmähen, dies ein sicheres Anzeichen dafür ist, dass die Führer ehrlich der Sache des Proletariats dienen.
Das Schandmal ehrloser Verleumder sei euer Lohn, ihr Herren Alexinski und Burzew, Perewersew und Dobronrawow. Empfangt dieses Schandmal von den 32000 organisierten Arbeitern Petrograds, die uns gewählt haben, und tragt es bis ins Grab. Ihr habt es verdient.
Ihr aber, ihr Herren Kapitalisten und Gutsbesitzer, Bankiers und Spekulanten, Popen und Spitzel, ihr alle, die ihr Ketten für die Völker schmiedet, zu früh feiert ihr den Sieg, zu früh geht ihr daran, die Große Russische Revolution zu begraben.
Die Revolution lebt, und ihr werdet sie noch zu spüren bekommen, ihr Herren Totengräber.
Der Krieg und die Zerrüttung dauern an, und die Wunden, die sie schlagen, lassen sich nicht durch wütende Repressalien heilen.
Die unterirdischen Kräfte der Revolution leben und sind unermüdlich am Werk, um das Land zu revolutionieren.
Die Bauern haben noch keinen Boden bekommen. Sie werden kämpfen, denn sie können ohne Boden nicht leben.
Die Arbeiter haben die Kontrolle in den Fabriken und Werken noch nicht erlangt. Sie werden nach dieser Kontrolle streben, denn die Zerrüttung der Industrie droht ihnen mit Arbeitslosigkeit.
Den Soldaten und Matrosen will man wieder die alte Disziplin aufzwingen. Sie werden für die Freiheit kämpfen, denn sie haben die Freiheit verdient.
Nein, ihr Herren Konterrevolutionäre, die Revolution ist nicht tot, sie wirkt nur im Verborgenen und sammelt neue Anhänger, um sich mit neuer Kraft auf den Feind zu stürzen.
"Wir leben, unser rotes Blut kocht vom Feuer unverbrauchter Kräfte!"[47]
Und im Westen, in England und in Deutschland, in Frankreich und in Österreich - flattert dort nicht bereits die Fahne der Arbeiterrevolution, werden dort nicht bereits Arbeiter- und Soldatenräte organisiert?
Es wird noch Schlachten geben!
Es wird noch Siege geben!
Alles kommt darauf an, den kommenden Schlachten würdig und organisiert zu begegnen.
Arbeiter! Euch fällt die ehrenvolle Rolle zu, Führer der russischen Revolution zu sein. Schart die Massen um euch und sammelt sie unter dem Banner unserer Partei. Denkt daran, dass in den schweren Augenblicken der Julitage, als die Feinde des Volkes auf die Revolution schossen, die Partei der Bolschewiki die einzige war, die die Arbeiterviertel nicht verließ. Denkt daran, dass in jenen schweren Tagen die Menschewiki und Sozialrevolutionäre im Lager derjenigen waren, die über die Arbeiter herfielen und sie entwaffneten.
Schart euch um unsere Fahne, Genossen!
Bauern! Eure Führer haben eure Hoffnungen nicht erfüllt. Sie sind der Konterrevolution nachgetrottet, ihr aber bleibt ohne Land, denn solange die Konterrevolution herrscht, gibt es keinen gutsherrlichen Boden für euch. Eure einzigen treuen Verbündeten sind die Arbeiter. Nur im Bündnis mit ihnen werdet ihr Land und Freiheit erkämpfen. So schließt euch denn um die Arbeiter zusammen!
Soldaten! Die Stärke der Revolution beruht auf dem Bündnis des Volkes mit den Soldaten. Die Minister kommen und gehen, das Volk aber bleibt. Haltet immer zum Volke und kämpft in seinen Reihen!
Nieder mit der Konterrevolution!
Es lebe die Revolution!
Es lebe der Sozialismus und die Brüderlichkeit der Völker!
Die Petrograder Stadtkonferenz der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Rußlands (Bolschewiki)
"Rabotschi i Soldat" (Arbeiter und Soldat) Nr. 2, 24. Juli 1917.
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